In einem kleinen Dorf in Norden von Deutschland beginnt die Rettung der deutschen Wirtshaft. Ins Emsland ziehen viele Familien mit Kindern. Das ist gut für die Bauwirtschaft im Emsland. Immer mehr wird gebaut. Aber leider zieht es eine Gruppe von Menschen nicht ins Emsland: Fachkräfte. Und junge Menschen zieht es eher weg aus dem Emsland. Die Folge: Unternehmen leiden unter dem Fachkräftemangel. Im Jahr 2010 konnten in einigen Gemeinden im Emsland mehr als 150 Lehrstellen nicht besetzt werden.

Einige Unternehmen konnten diese Situation nicht mehr hinnehmen. Um die schwierige Situation der Nachwuchssuche zu verbessern, wurde beschlossen, gemeinsam in Spanien um Nachwuchs zu werben. In manchen Regionen in Spanien liegt die Arbeitslosigkeit der Jugend bei über 50%. Über 70 Bewerbungen kamen aus Spanien und 15 davon wurden auch angenommen.

In der Zwischenzeit gibt es Nachahmer. Unternehmen aus Baden-Württemberg suchen in Südeuropa nach Auszubildenden, es gibt Pläne für eine Werbereise nach Portugal, Spanien, Italien und Griechenland. Mit Hilfe der jungen Südeuropäern könnte der Fachkräftemangel vertrieben werden. Und auch die Politik befasst sich mit dem Beispiel aus dem Emsland. mit Juni diesen Jahres gab es ein Treffen mit der deutschen Bundesbildungsministerin und dem Amtskollegen aus Spanien mit dem Thema, Jugendliche aus Spanien in Deutschland auszubilden.