Mittelständige Unternehmen stehen aktuell mehr denn je vor der Herausforderung, mit dem zunehmenden Fachkräftemangel zukunftsorientiert umzugehen. Im Zuge des Retention Managements –und der Entwicklung eines Employer Brandings stehen Mittelständische Unternehmen zunehmend mehr im Wettbewerb mit größeren Firmen.

Neben den vielen bekannten Faktoren zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität ist es gerade für kleine Unternehmen wichtig, Maßnahmen zu implementieren, die einerseits eine nachweisbar hohe Wirksamkeit haben, auf der anderen Seite aber beim betriebswirtschaftlichen Aufwand eine überschaubare Größe darstellen.

Nutzung des Sachbezugs

Eine dieser Maßnahmen können Sachbezüge im Rahmen einer modernen Lohnstrukturierung sein. So konnte eine von uns begleitete, langfristige Untersuchung bei mittelständischen Firmen ein interessantes Ergebnis zeigen. In einem mittelständischen Unternehmen erhielt die eine Abteilung eine konventionelle Lohnerhöhung. Eine andere Abteilung testweise denselben Betrag, aber in Form eines Sachbezuges mit einer modernen Guthabenkarte auf Maestro Basis.

Befragt wurden die Arbeitnehmer in zeitlichen Abständen zum emotionalen Bindungsverhalten dieser Maßnahmen. Die klassische Lohnerhöhung war bereits nach 3 Monaten im Bindungsverhalten auf unter 50% gesunken, und nach 9 Monaten geriet dieser gut gemeinte Vorteil bereits in Vergessenheit.

Bei der Vergleichsgruppe mit dem Sachbezug in Form einer Guthabenkarte auf Maestro Basis konnte eine deutlich höhere und konstante, emotionale Bindung nachgewiesen werden. Selbst nach 5 Jahren war diese vom Arbeitgeber initiierte Bindungsmaßnahme gegen das Personalrisiko und den Brain Drain-Effekt noch messbar.

Im Bereich des Personalmarketings konnte der Sachbezug durch ein individuelles Branding hervorragend eingesetzt werden und beeindruckte Fachkräfte bei anderen Unternehmen im persönlichen-und familiären Umfeld der Arbeitnehmer. Im Bereich einer Karriere Homepage für den Einsatz im Recruiting können Sachbezüge einfach und wirksam Berufsinteressenten dargestellt werden.

Bei der Einbindung in den Bereich des Personalmanagements können Sachbezüge, zum Beispiel in Form eines MehrWertPlanes,

  • einfach im Versorgungswerkverwaltet werden,
  • können rechtssicher in Versorgungsordnungen eingebunden werden
  • und harmonieren gut mit Lösungen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement und Betrieblichen Altersvorsorgelösungen und Konzepten.

Im Zuge des  Employer Branding und dem „War of Talents“ können Sachbezüge also eine überschaubare und zugleich praxiserprobte Lösung darstellen. Und das trotz des zunehmenden, demografischen Wandels und den daraus resultierenden Personalrisikos.